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Produktrichtlinie Fleisch

Lippequalität-Fleisch- und Wurstwaren sind nicht nur geprüfte regionale Produkte, sondern unterliegen auch einer Reihe von zusätzlichen Qualitätsvorgaben, die das Tierwohl und die menschliche Gesundheit betreffen.

Produktrichtlinie Schweinefleisch und Wurst

Vorbemerkungen:
1. Die unter der Regionalmarke Lippequalität angebotenen Produkte sollen die regionale Wertschöpfung stärken. Erzeuger, Produzenten und Handel haben ihren Sitz bzw. ihre Produktionsstätten in Lippe. So werden Arbeits- und Ausbildungsplätze in Lippe erhalten und geschaffen.
2. Die verwendeten Grundmaterialien stammen nach Möglichkeit aus Lippe. Räumliche Nähe, pflegliche Tierhaltung und kurze Transportwege schonen die Natur und das Klima.
3. Auf gentechnisch veränderte Pflanzen und Futtermittel wird verzichtet. Klärschlamm kommt auf den Feldern nicht zum Einsatz.
4. Die Anforderungen der Produktrichtlinien stellen qualitativ hochwertige Produkte sicher und beschreiben deren Kontrolle.
5. Der Lippequalität e.V. fördert die Produktvermarktung durch Öffentlichkeitsarbeit in den Medien, im Internet, auf Veranstaltungen und durch Informations- und Verteilmaterial.

§ 1 Herkunft
1. Die Ferkel für die Erzeugung von Lippequalitäts-Fleisch werden im Kreis Lippe oder den angrenzenden Landkreisen geboren und aufgezogen. Zugekaufte Ferkel sind von Mitgliedsbetrieben zu beziehen. Sollte dies nicht möglich sein, ist der Zukauf von anderen Betrieben möglich. Eine richtlinienkonforme Fütterung der Ferkel ist aber auch dann einzuhalten.
2. Die Mast der Schweine für Lippequalität findet durchgängig über die gesamte Mastdauer in landwirtschaftlichen Betrieben mit Unternehmersitz im Kreis Lippe statt. Findet die Erzeugung der gesamten Schweinefleischkette nicht im geschlossenen System statt, ist vom Zeichennutzer ein entsprechender Nachweis über den Ferkelbezug mindestens ein Mal jährlich vorzulegen.
3. Schlachttiere sind aus Mitgliedsbetrieben zu beziehen, eine Mitgliedschaft ist ab 20 gelieferten Schweinen zwingend. Sollte keine Mitgliedschaft bestehen, sind dennoch die Q+S-Kriterien einzuhalten und zu dokumentieren.
4. Schlachtbetriebe decken ihren vollständigen Bedarf an Schlachttieren für Lippequalität-Produkte durch den Zukauf von Lippequalität-Schweinen. Um saisonale Spitzen abzudecken, sind Fleischzukäufe aus Nichtmitgliedsbetrieben zur Verarbeitung zu Lippequalitäts-produkten bis zu 10 % pro Jahr zulässig, wenn diese aus Betrieben stammen, welche die Lippequalität-Kriterien erfüllen. Eigenerzeugnisse und Handelsware außerhalb der Lippequalität-Produktschiene sind davon ausgenommen.

§ 2 Qualitätskriterien
1. Der landwirtschaftliche Betrieb mit Zeichennutzungsberechtigung Lippequalitäts-Schweinefleisch muss für den Betriebszweig Schweinemast die Q+S-Kriterien erfüllen. Dem Verein ist das Dokument über die erfolgreiche Einhaltung der Q+S-Kriterien vorzulegen.
2. Regionale Erzeugerbetriebe gemäß Bio nach der EG Öko-Verordnung erfüllen bei entsprechendem Nachweis ebenfalls die Kriterien der Qualitäts- und Herkunftsbestimmungen.

§ 3 Fütterung und Haltung
1. Der landwirtschaftliche Betrieb mit der Nutzungsberechtigung Lippequalitäts-Schweinefleisch hat nachzuweisen, dass die Versorgung der betreffenden Tierbestände auf der Basis überwiegend eigen erzeugter Futterflächen gegeben ist. Der Nachweis ist bei Erstantragstellung vorzulegen. Mindestens 60 % der Futtermittel zur Versorgung der Mastschweine müssen aus hofeigener Erzeugung oder aus der in §1 definierten Herkunftsregion stammen. Alle Futterkomponenten müssen hinsichtlich möglicher gentechnischer Veränderungen deklarationsfrei sein (Getreide, Sojaschrot). Die GVO-freie Fütterung bezieht sich auf die gesamte Mästung.
2. Hiermit werden die gesetzlichen Mindestanforderungen übertroffen. Angestrebt wird darüber hinaus die Ausdehnung der GVO-freien Fütterung auch auf die Sauenbestände.
3. Lippequalität-Schweine werden durchgängig auf Stroh gehalten.
4. Sie werden nicht prophylaktisch mit Antibiotika behandelt.

§ 4 Beschränkung des Tierbesatzes
Der Tierbesatz ist der betrieblich bewirtschafteten Fläche anzupassen und darf die Grenzwerte des Schemas "zur Beurteilung von Tierhaltungsbetrieben mit Gülle" - MURL Blatt in der jeweils aktuellen Fassung - nicht überschreiten. Als bewirtschaftete Betriebsfläche gilt die im Flächenverzeichnis des jeweiligen Antragsjahres bewirtschaftete landwirtschaftlich genutzte Fläche.

§ 5 Tiertransport
Durch das regionale Markenzeichen Lippequalität wird eine kurze Transportzeit garantiert. Der direkte Handelsweg zwischen Landwirt und Fleischer ist zu bevorzugen. Die Verladung der Tiere und der Transport vom Erzeuger zum Mastbetrieb bzw. vom Mastbetrieb zum Schlachthof ist so schonend wie möglich durchzuführen. Der Einsatz von Schlagstöcken und Elektrotreibern beim Verladen ist grundsätzlich untersagt. Name und Anschrift des Transportunternehmens - außer bei Eigenlieferung - sind auf den Lieferpapieren zur erfassen und dem Schlachtunternehmen auszuhändigen.

§ 6 Schlachtung und Verarbeitung
Bevorzugt sind selbstschlachtende Fleischereien im Kreis Lippe zur Reduzierung der Tiertransportwege zu wählen. Schlachthäuser aus angrenzenden Nachbarkreisen können genutzt werden. Bei auswärtiger Schlachtung muss die Trennung der Rohstoffe und Produktströme für und von Lippequalität-Erzeugnissen eindeutig und überprüfbar sein.

§ 7 Futteranbau
1. Die futtererzeugenden Landwirte verbringen auf ihren Äckern keinen Klärschlamm.
2. Gentechnikverändertes Saatgut wird nicht eingesetzt. Dabei sind sich Fleischer und Landwirte gleichermaßen bewusst, dass sie gegen unbeabsichtigte Verunreinigung machtlos sind. Lieferanten-Nachweise (z.B. Lieferscheine) sind zu dokumentieren.
3. Sollte eine dieser Vorgaben nicht mehr eingehalten werden können, ist dieses dem Vorstand des Vereins "Lippe-Qualität unverzüglich mitzuteilen.

§ 8 Zeichennutzung
Höfe, deren Anbauflächen und die Verkaufsgeschäfte sind mit dem Lippequalität-Logo zu kennzeichnen. In den Läden ist sicherzustellen, dass Lippequalität-Produkte von anderen Produkten (Handelsware) unterscheidbar sind (Aufkleber).

§ 9 Generalklausel für alle Produktrichtlinien
1. Die Produktgruppe wählt oder bestimmt eine(n) Sprecher(in), die/der den Vorstand sachlich berät und die Produktgruppe leitet (Außendarstellung, Werbung, Texte, Organisation der Kontrolle).
2. Zu Kontrollzwecken (Einhaltung der Richtlinien) hat der Verein das Recht auf Einblick in die Bücher der Mitgliedsbetriebe.
3. Die Produktion ist durch Aufstellen entsprechender Schilder („Hier wächst Ihr ...“) ganzjährig zu kennzeichnen. Bei der Vermarktung oder dem Direktverkauf wird das Logo von Lippequalität verwandt. Das Logo darf nicht verändert werden.
4. Ausnahmen und Abweichungen von den Produktrichtlinien kann der Vorstand auf Antrag genehmigen.
5. Im Übrigen gilt die Satzung des Vereins.

Lippequalität bedeutet

Qualitätsstandards:
+ Fütterung ohne Gentechnik
+ klare Produktrichtlinien
+ transparente Produktlinien
+ kein Klärschlamm im Acker

Regionalität:
+ kurze Transportwege
+ Arbeitsplätze und Ausbildung
+ regionale Wertschöpfung

unsere Präsentkartons

der LQ-Präsentkarton

Produktgruppensprecher

Richard Nier

Produktrichtlinie wird weiter gefasst

Die nebenstehende Produktrichtlinie Fleisch wird in Kürze weiter gefasst und dann auch für Lippequalität-Rinder, -Schafe und-Ziegen zutreffen. Denn auch das gibt es in leckerer Form bei unseren Lippequalität-Betrieben.

Der Renner: die Lippequalität-Wurst!

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Lippequalität bedeutet

Qualitätsstandards:
+ Fütterung ohne Gentechnik
+ klare Produktrichtlinien
+ transparente Produktlinien
+ kein Klärschlamm im Acker

Regionalität:
+ kurze Transportwege
+ Arbeitsplätze und Ausbildung
+ regionale Wertschöpfung