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Produktrichtlinie Getreide, Mehl, Brot

Produktrichtlinien für Bäcker (Kurzform)

1. Einkauf von Mehlen und Schroten bei einer Lippequalität-Mühle.
2. Verwendung von Lippequalität-Obst in der Saison.
3. Angebot von zugekauften Backwaren unter 20%.
4. Lippequalität-Kennzeichnung des Geschäfts und verpackter Produkte.

Produktrichtlinie Brot und Backwaren

Vorbemerkungen:
1. Die unter der Regionalmarke Lippequalität angebotenen Produkte sollen die regionale Wertschöpfung stärken. Erzeuger, Produzenten und Handel haben ihren Sitz bzw. ihre Produktionsstätten in Lippe oder angrenzenden Kommunen. So werden Arbeits- und Ausbildungsplätze in Lippe und der Region erhalten und geschaffen.
2. Die verwendeten Grundmaterialien stammen nach Möglichkeit aus Lippe. Räumliche Nähe, pflegliche Tierhaltung und kurze Transportwege schonen die Natur und das Klima.
3. Auf die Verwendung gentechnisch veränderter Tiere, Pflanzen und Futtermittel wird verzichtet. Klärschlamm kommt auf den Feldern nicht zum Einsatz.
4. Die Anforderungen der Produktrichtlinien stellen qualitativ hochwertige Produkte sicher und beschreiben deren Kontrolle.
5. Der Lippequalität e.V. fördert die Produktvermarktung durch Öffentlichkeitsarbeit in den Medien, im Internet, auf Veranstaltungen und durch Informations- und Verteilmaterial.

§ 1 Herkunft:
Lippequalität-Bäckereien und -Konditoreien beziehen ihren Bedarf an Mahlprodukten zur Herstellung von Brot, Kleingebäck und feinen Backwaren von Lippequalität-Mühlen.

§ 2 Produktion:
Auf Fertigmehle ist ggf. durch Verwendung von Saatenmischungen nach Möglichkeit zu verzichten.
Ist aus technischen, personellen, saisonalen oder anderen Gründen ein Zukauf von Backwaren erforderlich, sollte dieser vorzugsweise bei einem Lippequalität-Betrieb erfolgen. Der Zukauf von Nicht-Mitgliedern gilt als Ausnahme und sollte dauerhaft nicht mehr 10% des Backwaren Angebots ausmachen.

§ 3 Verkauf:
1. Die Mitgliedsbetriebe kennzeichnen als Bindeglied zum Endverbraucher ihre Ladengeschäfte erkennbar als Lippequalität-Betrieb.
2. Sie nutzen in der Regel das zur Verfügung stehende Verpackungsmaterial. Bei Verwendung einer individuellen Verpackung muss das Lippequalität-Logo verwendet werden.
3. Im Verkauf ist auf eine leichte Unterscheidbarkeit von Produkten aus Lippequalität-Mehl von sonstigen Handelsbackwaren zu achten (Aufkleber an Preisschildern o.ä.).
4. Bei Obstkuchen oder Belag im Catering-Bereich sind saisonale Produkte zu bevorzugen. Auch hier erfolgt der Zukauf vorzugsweise bei Lippequalität-Betrieben.

Generalklausel für alle Produktrichtlinien:
1. Produktgruppe: Die Produktgruppe wählt oder bestimmt eine(n) Sprecher(in), die/der den Vorstand sachlich berät und die Produktgruppe moderiert (Außendarstellung, Werbung, Texte, Organisation der Kontrolle).
2. Kontrolle: Durch die Produktgruppe findet eine gegenseitige Kontrolle statt. Zu Kontrollzwecken (Einhaltung der Richtlinien) hat der Verein das Recht auf Einblick in die Bücher der Mitgliedsbetriebe.
3. Kennzeichnung: Der Betrieb und seine Verkaufsstellen sind als Lippequalität-Betrieb nach außen sichtbar zu kennzeichnen. Die Produktion ist durch Aufstellen entsprechender Schilder („Hier wächst Ihr ...“) ganzjährig zu kennzeichnen. Bei der Vermarktung oder dem Direktverkauf wird das Logo von Lippequalität verwandt. Das Logo darf nicht verändert werden.
4. Ausnahmeregelungen: Ausnahmen und Abweichungen von den Produktrichtlinien kann der Vorstand auf Antrag genehmigen.
5. Im Übrigen gilt die Satzung des Vereins.

Eins unserer vielen Feldschilder, die auf einen Lippequalität-Landwirt hinweisen, die Brotgetreide für lippische Mühlen anbauen.

Archive

Lippequalität bedeutet

Qualitätsstandards:
+ Fütterung ohne Gentechnik
+ klare Produktrichtlinien
+ transparente Produktlinien
+ kein Klärschlamm im Acker

Regionalität:
+ kurze Transportwege
+ Arbeitsplätze und Ausbildung
+ regionale Wertschöpfung

unsere Präsentkartons

der LQ-Präsentkarton

Produktgruppensprecher

Landwirte (Getreide):
Friedrich Niedermeier (Blomberg-Brüntrup)

Mühlen:
Dr. Bernd Nagel-Held (Lemgo-Voßheide)

Bäcker:
Fred Meffert (Lemgo)

100% gibt es nicht

Lippequalität ist gut und regional.

Aber 100% aus Lippe geht nicht.

Wir haben in Lippe kein Salz und keine Gewürze.

Wir haben leider nicht einmal eigenen Zucker. Es wird zwar in Lage noch Zucker aus lippischen Rüben produziert.  Aber dennoch können wir - jedenfalls zur Zeit - keinen lippischen Zucker beziehen.

Es gibt auch keine lippischen Rosinen für das Rosinenbrot. Ebenso gibt es für einen Erdbeerkuchen außerhalb der Erntesaison in Lippe keine frischen einheimischen Erdbeeren. Das lernen Kinder bereits in der Schule.

Wenn wir von Lippequalität-Backwaren sprechen, dann geht es um die Hauptbestandteile Mehle und Schrote und die saisonal vorhandenen frischen Zutaten.

Wenn wir von Lippequalität-Bäckern sprechen, dann sind das solche, die bei einer der lippischen Lippequalität-Mühlen einkaufen, ihre Produkte in aller Reghel ohne Backmischungen herstellen und dabei eigene Rezepturen verwenden. Dass in Bäckereien einzelne Produkte zur Abrundung des Angebots hinzugekauft werden, ist einer Lippequalität-Bäckerei erlaubt. Solche Zukäufe sollen in der Regel nicht mehr als 5% ihres Backwarenangebots ausmachen.

Nun zu den Mehlen: Lippische Mühlen kaufen Brotgetreide von lippischen Bauern, und sie beliefern lippische Bäcker mit Mehlen und Schroten für ihre Backwaren. So hat der Kunde einen  Bezug zu seinem Land und weiß, dass von diesen Lebensmitteln viele in Lippe leben.  Denn Lippequalität steht für funktionierende Produktionsketten in der Region und für eine regionale Wertschöpfung. Allerdings brauchen Bäcker oft Mehle und Schrote, die in der nötigen Qualität nicht immer in Lippe wachsen. Mühlen müssen daher Mehlsorten mischen. Deswegen ist uns die Mengenidentität zwischen geerntetem Brotgetreide und ausgeliefertem Mehl so wichtig. Denn daran erweist sich die Regionalität der Wertschöpfungskette.

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Lippequalität bedeutet

Qualitätsstandards:
+ Fütterung ohne Gentechnik
+ klare Produktrichtlinien
+ transparente Produktlinien
+ kein Klärschlamm im Acker

Regionalität:
+ kurze Transportwege
+ Arbeitsplätze und Ausbildung
+ regionale Wertschöpfung