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Neuigkeit

Das gibt es Neues von Lippequalität e.V.

Dienstag, Januar 12, 2021

Regionalvermarktung ist Gebot der Stunde - Lippequalität wünscht Offensive mit Hilfe der Politik

Sehr verschiedene Aspekte steigern gegenwärtig das Regionalbewusstsein in der häuslichen Ernährung. Die Versorgung mit Nahrungsmitteln aus der Region ist schon immer ein Thema der lippischen Landwirtschaft, verstärkt durch die Regionalbewegung Lippequalität. Hier weiß man um das große Potential der regionalen Nahrungsmittelproduktion. Auch der Kreis Lippe hat erst kürzlich zusätzlich das regionale Potential mit Hilfe einer externen Studie ausgelotet. Genauere Ergebnisse sollen in Kürze vorliegen. Die Klimadiskussion, veränderte Ernährungsgewohnheiten, eine größere Wertschätzung regionaler Nahrungsmittelproduktion und auch die Pandemie führen zudem zu einem regional-bewussteren Einkaufsverhalten. Eine gute Zusammenarbeit von Politik, Landwirtschaft und Regionalbewegung in Lippe und darüber hinaus ist möglich. Der Boden dafür ist bereitet.


Der Bundesverband der Regionalbewegung umfasst in allen Regionen Deutschlands Regionalinitiativen, in OWL auch den mitgliederstarken Lippequalität e.V. (Quelle: Bundesverband Regionalbewegung)

Die Pandemie hat das kritische Bewusstsein in der Bevölkerung gegenüber einer grenzenlosen Globalisierung erhöht. In der Sorge um die Erderwärmung achten immer mehr Menschen auf klimarelevante Faktoren in der Nahrungsmittelproduktion und vor allem bei den langen Transportwegen in der Weltwirtschaft. Die Öffentlichkeit wurde durch die tiefen Einblicke in Schlachthöfe und die Tierproduktion einmal mehr wachgerüttelt, grundsätzlich weniger Fleisch zu verzehren, auf die Füttterungs- und Haltungsbedingungen zu achten, lange Tiertransporte zu vermeiden und industrielle Tierproduktion zu ächten. Menschen haben gegenwärtig auch mehr Zeit, über solche Zusammenhänge nachzudenken.

 

Lippe ist mit seiner starken bäuerlichen Landwirtschaft nicht nur in der Lage, sich selbst agrarisch gut zu versorgen, sondern bietet die Region gemeinsam mit den anderen Kreisen in OWL auch ein gutes Hinterland für die Versorgung benachbarter Ballungsräume, vor allem für die größeren Städte wie Bielefeld, Paderborn, Gütersloh, Herford und Minden. Dezentrale Strukturen bei gleichzeitiger Vernetzung und Kooperation der Betriebe in der Nahrungsmittelversorgung sind elementare Stabilitätsfaktoren, nicht nur in Krisenzeiten. Die im Jahr 2020 gestiegene Wertschätzung der Regionalität gilt es zu erhalten, zu stützen, zu fördern und für die regionale Versorgung nutzbar zu machen. Dazu hat die lippische Regionalbewegung Kontakte in die Nachbarkreise aufgenommen. Sie erhofft sich zudem von der Studie des Kreises Lippe zusätzliche Stärkung dieses Gedankens. So kann die regionale Beratung und Produktion, die betriebliche Vernetzung, ein gemeinsames Marketing und eine systematische Vermarktung guter regionaler Lebensmittel weiter aufgebaut werden. Dazu bedarf es eines regionalen Beratungs- und Wertschöpfungszentrums.

 

Der „Landesverband Regionalbewegung in NRW“ – er hat seinen Sitz in Borgentreich im Kreis Höxter – regt an, in Nordrhein-Westfalen mehrere solcher Regionalzentren aufzubauen. Im Kreis Lippe ist in Lemgo ein entsprechender Ansatz bereits vorhanden. Um hier rechtzeitig am Ball zu sein, gilt es – in Abstimmung und mit Unterstützung des Kreises Lippe und der Nachbarkommunen in OWL – keine Zeit zu verlieren und gezielte Schritte in Richtung erfolgreicher Koordination und Ausbau der regionalen Versorgung zu unternehmen. Landwirtschaftliche Betriebe, Lebensmittelhandwerk, Handel und Verbraucher(innen) werden es danken.


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