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Neuigkeit

Das gibt es Neues von Lippequalität e.V.

Donnerstag, Februar 15, 2018

Weniger Fleisch, aber gute Qualität! Verzicht auf Billigfleisch.

Mit der Passionszeit ist die Fastenzeit angebrochen. Was der Lippequalität-Fleischer Richard Nier (Schötmar/Lemgo) und der frühere Um weltbeauftragte der Lippischen Landeskirche und heutiger Lippequalität-Vorsitzender Günter Puzberg (Detmold) schon sehr Jahren propagieren, bekommt prominente kirchliche Unterstützung. Der westfälische Umweltexperte und Theologe Alfred Buß spricht sich im "Wort zum Sonntag" dafür aus, auf Billigfleisch ganz zu verzichten. Wir meinen: Eine gute Devise, nicht nur für die Fastenzeit!


Alfred Buß (Bielefeld/Unna) im Wort zum Sonntag (Foto: WDR).

Buß appelliert an die Verbraucher, weniger Fleisch zu essen und auf Billigfleisch ganz zu verzichten. Der Massenkonsum von Fleisch werde durch Konzerne und Handelsketten gepuscht, kritisierte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW am Samstagabend im "Wort zum Sonntag" in der ARD. Die Massentierhaltung gefährde jedoch die Gesundheit von Mensch und Tier durch zu viel Gülle sowie den Einsatz von zu viel Pestiziden und Antibiotika.

Hier ist mehr dazu zu lesen und zu hören.

"Das ist eine wichtige Frage, nicht nur für Kinder: Was gibt's heute zu essen? Von meiner Mutter bekam ich darauf solche Antworten: Rotkohl, Bohnen, Kohlrabi oder Möhren – Gemüse also. Heute heißt es: Schnitzel, Burger, Grillwurst oder Steak. In den letzten fünfzig Jahren hat sich der Fleischkonsum mehr als verdreifacht – nach dem Motto Fleisch ist mein Gemüse... Und wo liegt das Problem? Sollen nun alle Vegetarier werden? Nee, dafür stehe ich hier nicht. Aber dafür, dass Tiere keine Sachen sind, sondern Geschöpfe Gottes. Und: Wir kaum auf dem Schirm, dass die Fleischindustrie weltweit mehr Klimagase freisetzt als alle Autos, Flugzeuge und Schiffe zusammen.

Auf ihr Konto gehen 80 Prozent der Abholzung des Tropenwaldes im Amazonasgebiet. Nicht nur für Weideland, vor allem für Ackerflächen. Großgrundbesitzer roden den Regenwald, vertreiben Kleinbauern, um gigantische Flächen zu beackern für Sojabohnen. Ohne dieses hochwertige Eiweißfutter funktionierte die Massentierhaltung bei uns nicht – und es gäbe kein Billigfleisch bei den Discountern. Mit all den bekannten negativen Folgen: Der Gefährdung – der artgerechten Haltung der Tiere – des Grundwassers durch zu viel Gülle, – der Gesundheit bei Tier und Mensch durch zu viel Antibiotika in den Ställen, – der Artenvielfalt durch zu viele Pestizide. Gepuscht wird der Massenkonsum durch Fleischkonzerne und Handelsketten. Die diktieren die Preise. Und die sind im Keller. Bauernhöfe machen entweder Menge oder müssen weichen. Dabei ist die Obergrenze längst erreicht.

Jeder Deutsche isst im Schnitt mehr als ein Kilo Fleisch pro Woche. Macht 1094 Tiere im ganzen Leben. Und der Fleischhunger wächst weltweit. Mit steigendem Wohlstand – wie in China oder Indien – und zunehmender Weltbevölkerung. Die Antwort auf dieses System können wir Verbraucher geben. Billigfleisch liegenlassen. Viel weniger Fleisch essen. Dafür Qualität kaufen. Zurückverfolgen, wie das Tier gehalten wurde von der Geburt bis zur Schlachtung. Den dafür angemessenen Preis zahlen. Ich will jetzt meinen Fleischkonsum halbieren. Weil das gut ist, ja notwendig: Für das Wohl der Tiere. Für das Wohl der Erde. Und für mein eigenes Wohl. Vor allem will ich daran denken, dass Tiere meine Mitgeschöpfe sind, ein jegliches nach seiner Art – wie die Bibel immer wieder sagt. Aus meiner Kindheit auf dem Bauernhof weiß ich: Wo Tiere artgerecht leben, da ist Gesang und Geschrei, da ist ein Muhen und ein Grunzen, ein Zwitschern und ein Gackern, ein Heulen und ein Krähen, ein jegliches nach seiner Art. Ob Sie dem einmal wieder lauschen am morgigen Sonntag, dem Ruhetag für die ganze Schöpfung? Am siebenten Tag, so sagt die Bibel, sollst du keine Arbeit tun, ... auch nicht dein Rind, dein Esel, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt..."


unsere Präsentkartons

der LQ-Präsentkarton

Lippequalität bedeutet

Qualitätsstandards:
+ Fütterung ohne Gentechnik
+ klare Produktrichtlinien
+ transparente Produktlinien
+ kein Klärschlamm im Acker

Regionalität:
+ kurze Transportwege
+ Arbeitsplätze und Ausbildung
+ regionale Wertschöpfung

 wird überprüft von der Initiative-S