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Neuigkeit

Das gibt es Neues von Lippequalität e.V.

Montag, Dezember 18, 2017

In Lippe für Westafrika lernen: Regionale Marktwirtschaft

Lippequalität-Betriebe liefern Ideen für Lebensmittelverarbeitung und regionale Vermarktung in Westafrika. Fünfzehn Studierende aus Westafrika, die an der Hochschule OWL Lebensmitteltechnologie, Betriebswirtschaft oder Projektmanagement studieren, nahmen kürzlich an einer Exkursion zu Lippequalität-Betrieben in Bad Salzuflen und Lemgo teil. Sie wollten praktische Kenntnisse für die Umsetzung in ihren Heimatländern lernen. Das sind vor allem Kamerun, Ghana und Togo.


Auf dem Obsthof Schäferkordt lernen, wie Konfitüre hergestellt und vermarktet wird: Dr. Katharina Kleine Vennekate (ganz links), Günter Puzberg (vorne links), Petra Schäferkordt (vorne Mitte).

Mit großem Interesse wurde die Pilzproduktion mit Ingeborg Stuckmann diskutiert, rechts im Bild: Zalia Kissao aus Togo.

Die Gruppe aus Westafrika mit Ingeborg Stuckmann auf dem Pilzhof in Pillenbruch (Fotos: Katharina Kleine Vennekate)

Es schneite heftig, als die Gruppe westafrikanischer Studenten unter der Leitung von Hochschulpfarrerin Dr. Katharina Kleine Vennekate den Pilzhof in Pillenbruch besuchten. Die winterlichen Temperaturen schreckten die afrikanischen Studierenden nicht ab, sich über den Anbau, Zucht und Verarbeitung von Pilzen auf dem Hof von Ingeborg und Richard Stuckmann zu informieren. Dazu gehörten eine ausführliche Betriebsführung, die Erläuterung der Arbeitsschritte, die Wege der Vermarktung und leckere Pilzgerichte.

Die Idee für diesen Besuch war im Gespräch mit Günter Puzberg, dem Vorsitzenden der Regionalmarke „Lippequalität“, entstanden, der die Studenten in einem Seminar die Möglichkeiten und Vorteilen des regionalen Wirtschaftens erläutert hatte. Zu Lippequalität gehören kleine und mittlere Betriebe, die Lippe Lebensmittel produzieren und verarbeiten und auch direkt vermarkten. Diese Betriebsgrößen und das überzeugende Regionalkonzept passen nach Ansicht der Studierenden gut zu den wirtschaftlichen Strukturen in ihren afrikanischen Heimatländern. Deshalb schauten die Teilnehmer auch bei ihrem anschließenden Besuch des Obsthofes von Thomas und Petra Schäferkordt in Lemgo bei der Verarbeitung von Früchten zu Fruchtsäften, Gelees und Konfitüren interessiert zu und rührten auch mit. Sie erfuhren viel über die Verarbeitung, die Konsistenz, über die Hygiene und ließen sich viele Tipps für die professionelle Vermarktung geben. Ein Glas mit leckerem Fruchtaufstrich für jeden Teilnehmer rundete den Besuch ab.

Auf die Frage, warum sich afrikanische Studierende so stark für die Arbeit von Lippe Qualität Betrieben interessieren, antwortete eine Studentin aus Kamerun: „Wir wollen unser in Deutschland erlerntes Wissen in unsere Heimatländern einbringen, es auf die dortigen Verhältnisse anpassen und uns für den Aufbau von Projekten und Unternehmen einsetzen. Da sind die Ideen, die wir heute gewonnen haben, sehr hilfreich.“ Zum Schluss bedankte sich die Gruppe bei den Betrieben herzlich und besonders bei Günter Puzberg, der diese Betriebsbesuche ermöglichte und organisiert hatte.

Eine Weiterarbeit an den Projektideen ist für den 13. Januar 2018 geplant. Dann kommt Andrea Schirmer-Müller von „Brot für die Welt“ als Referentin für ein Tagesseminar nach Lemgo. Unter ihrer fachlichen Anleitung und mit ihrer interkulturellen Kompetenz können die Projektideen weiter geplant, ihre Finanzierung und ihre nachhaltige Steuerung und Durchführung erarbeitet werden. Außerdem haben die Studierenden über ihren Verein Afrikanischer Studierender innerhalb der Hochschule OWL bereits für Unterstützung ihrer Projektidee geworben. „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir 2018 die ersten Projekte zur Lebensmittelverarbeitung in Kamerun umsetzen können, “ sagt Marius Tsakem, einer der Studenten aus Kamerun und Präsident des Vereins westafrikanischer Studierender der Hochschule OWL. Der Lippequalität e.V. wird bei Bedarf die angehenden Projekte weiter begleiten.


unsere Präsentkartons

der LQ-Präsentkarton

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Qualitätsstandards:
+ Fütterung ohne Gentechnik
+ klare Produktrichtlinien
+ transparente Produktlinien
+ kein Klärschlamm im Acker

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+ kurze Transportwege
+ Arbeitsplätze und Ausbildung
+ regionale Wertschöpfung

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