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Neuigkeit

Das gibt es Neues von Lippequalität e.V.

Dienstag, Januar 17, 2017

Weniger Fleisch ja - aber höhere Steuern nein!

Der Fleischkonsum in unserem land ist zu hoch (und die gesundheitlichen Folgen davon erschreckend und teuer!). Die Produktionmenge an Fleisch ist zu hoch, die Fleischpreise sind zu billig, der Ertrag für die Erzeuger zu gering und Tierhaltung und Fütterung lassen in aller Regel viele weitere Wünsche offen. Das alles ist leider richtig und bedarf einer Neuorientierung. Das Umweltbundesamt schlug dafür kürzlich eine deutlich höhere Mehrwertsteuer für Fleischerzeugnisse vor.


Strohhaltung, Fütterung ohne Gentechnik, Auslauf, keine Verstümmelung, keine prophylaktischen Antibiotika, keine langen Transporte - Vorgaben für die Schweinehaltung bei Lippequalität.

Ferkel und Schweine im Freien, darauf freuen sich die Tiere, die Lippequalität-Schweinehalter, unsere Schlachter und vor allem unsere Kunden.

Nehmen wir einmal an, damit sollte wenigstens ein Teil der genannten Probleme gelöst werden. Also war der Vorschlag wohl gut gemeint. Aber leider nicht gut gemacht.

Allerdings geht dieser Vorschlag voll ins Leere. Von einer höheren Mehrwertsteuer haben die Erzeuger gar nichts, sie werden allenfalls vom Handel zu noch niedrigeren Abgabepreisen gedrängt. Auch würde eine höhere Mehrwertsteuer die billigen Fleischsorten nur etwas, die teureren aber deutlich verteuern. Der Verbraucher würde möglicherweise auf das billigere Fleisch umsteigen. Denn gerade Fleischerzeugnisse, die einem höheren Standard unterliegen wie z.B. bei "Bio" oder "Lippequalität" und somit teurer sind, würden zusätzlich verteuert. Aber wie gesagt, der Produzent sieht von dem Mehrwert nichts.

Ein Lippequalität-Fleischer sagt: "Esst weniger Fleisch! Aber wenn ihr Fleisch esst, das kauft euch etwas Gutes!" Und damit meint er nicht nur die Fleischsorte oder das Filetstück, sondern die Art, wie es erzeugt wurde.
Deshalb hat der Lippequalität e.V. für Tierwohl und Aufzucht klare Kriterien: Die Tiere müssen in Lippe aufgewachsen sein und werden auch hier geschlachtet, das bedeutet kurze Transportwege. Sie werden auf Stroh gehalten und und dürfen sich frei bewegen. Sie bekommen Futter ohne Gentechnik und werden nicht vorbeugend mit Antibiotika gespritzt. Sie werden auf traditionellen Höfen gehalten, fern von jeder Massentierhaltung und werden daher auch nicht verstümmelt. Natürlich ist dieses Fleisch dann teurer. Es ist aber in mehrerer Hinsicht "mehr wert". Hierauf nun die Mehrwertsteuer erhöhen zu wollen, ist wirklich eine Frechheit und nur erklärlich, wenn Bedienstete des Umweltbundesamtes selber nur das Billigfleisch essen oder sonst keine Ahnung vom Markt haben.

Weniger Fleisch essen: ja. Weniger produzieren: ja, wenn damit mehr an Tierwohl möglich wird. Faire Preise: ja, wenn sie dem Produzenten zugute kommen und deren Mehrleistung in der Tierhaltung und -fütterung auch honorieren.


unsere Präsentkartons

der LQ-Präsentkarton

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Lippequalität bedeutet

Qualitätsstandards:
+ Fütterung ohne Gentechnik
+ klare Produktrichtlinien
+ transparente Produktlinien
+ kein Klärschlamm im Acker

Regionalität:
+ kurze Transportwege
+ Arbeitsplätze und Ausbildung
+ regionale Wertschöpfung

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