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2002

Qualität aus Lippe für Lippe

Im Beisein von Landrat Friedel Heuwinkel wurde im Detmolder Kreishaus der neue Verein zur Vermarktung lippischer Produkte aus der Taufe gehoben. „Lippe ist eine Landschaft, in der sich die Natur in ihrer beeindruckenden Vielfalt zeigt,“ so der Landrat. „Die in dieser Landschaft zu findende Qualität ihrer Produkte muss besser entdeckt und erlebt werden können.“ Unter Federführung der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe hat seit einem Jahr eine vielfältig besetzte Arbeitsgruppe aus Vertretern der Landwirtschaft, der Bäcker-Innung Lippe, dem Kreis Lippe und verschiedener Mühlen ein Konzept zur Förderung der Vermarktung regionaler Produkte erarbeitet. „Mit der Einführung der Dachmarke „Lippequalität“ wollen wir nicht nur eine bessere Vermarktung und einen Imagegewinn für unsere heimischen Produkte erreichen, sondern zugleich die wirtschaftliche Wertschöpfung der teilnehmenden Betriebe verbessern,“ erläutert Stefan Berens, der Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer.

 Als erstes Pilotprojekt soll die Vermarktung von Brot- und Backwaren aus Mehlen lippischer Herkunft unter der Dachmarke „Lippequalität“ starten. „Bei diesem ersten Projekt sorgen unsere „Lippequalität-Bäcker“ für rund herum gutes, gesundes und leckeres Brot,“ so der erste Vorsitzende des Vereins, Dr. Winfried Seibel, der aus seiner Zeit als ehemaliger Leiter der Bundesforschungsanstalt für Getreide und Kartoffeln in Detmold jede Menge Erfahrung mit in den Verein einbringt.

 „Hergestellt aus lippischem Schrot und Korn, frisch gemahlen in lippischen Mühlen und gewachsen auf lippischen Feldern werden wir durch die regionale Zusammenarbeit eine neue Identität heimischer Produkte stiften können,“ so Seibel weiter. Fast 1.000 landwirtschaftliche Betriebe ernten in Lippe pro Jahr einige zehntausend Tonnen Brotgetreide. „Lippe qualität ist das Garantieversprechen der Landwirte, auf genmanipulierte Getreidesaat oder das Aufbringen von Klärschlamm zu verzichten. Bisher sind es drei Mühlen, von denen die „Lippe qualität“-Bäcker mit Mehlen und Schroten versorgt werden. Die „Lippe qualität“-Mühlen beziehen das Getreide direkt von den ihnen oft über Generationen persönlich bekannten Höfen. Etwa 100 Bäckereien in Lippe beschäftigen rund 2.000 Mitarbeiter. Viele davon haben sich nun der Initiative „Lippe qualität“ angeschlossen und sind die Selbstverpflichtung eingegangen, ihre Mehle und Schrote vollständig aus Lippe zu beziehen, sofern es die entsprechende Ernte zulässt.

 „Mit dieser neuen Initiative zur Vermarktung regionaler Produkte wird es nicht nur Produkte geben, die dem seit jeher ausgeprägten Identitätsbewusstsein der Lipperinnen und Lipper entgegenkommen und daher sicherlich gute Chancen auf dem heimischen Markt haben werden,“ so Dr. Seibel. „Mit einer solchen regionalen Vermarktung halten wir zudem die Kaufkraft in der Region und sichern damit viele Arbeitsplätze in den heimischen Betrieben. Viele kleine Schritte können so Großes bewegen.“

 Weitere Informationen zur Regionalvermarktung heimischer Produkte erhält man beim Lippe Regionalmarketing e.V. in Lage unter der Telefonnummer 05232/6082-0 oder auf dem Tag der Regionen am 6. Oktober auf der Eickernmühle in Lemgo-Voßheide.

 Quelle: www.lippe.de

Gründung des Vereins Lippe-Qualität

Regionalmarketingkonzept wird am 6. Oktober der Öffentlichkeit vorgestellt

 Kreis Lippe (da). Zunächst rund 15 Bäckerei-Betriebe werden in Kürze ihre komplette Produkt-Palette in "Lippe-Qualität" anbieten. Der Käufer kann dann sicher sein, dass das dafür verwendete Getreide von heimischen Bauern nach streng festgelegten Kriterien angebaut und in lippischen Mühlen verarbeitet wurde. Von dieser neuen Art des Regionalmarketing versprechen sich alle Beteiligten nicht nur eine Verbesserung der wirtschaftlichen Wertschöpfung, sondern auch einen deutlichen Imagegewinn für hiesige Erzeugnisse.

 Verläuft dieses Pilotprojekt erfolgreich, können sich die Initiatoren durchaus eine Ausweitung des Angebots etwa auf Fleischwaren oder Milchprodukte vorstellen, sagte Landrat Friedel Heuwinkel gestern bei einer Pressekonferenz im Kreishaus. Die Koordination aller dieser Bemühungen soll ein neu gegründeter Verein zur Vermarktung lippischer Produkte übernehmen, dem der ehemalige Leiter der Bundesforschungsanstalt für Getreide-, Kartoffel- und Fettforschung in Detmold, Dr. Winfried Seibel, vorsteht.

 Das jetzt vorliegende Konzept ist das Ergebnis eines seit rund einem Jahr geführten Diskussionsprozesses unter Federführung der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe. Als Ergebnis haben sich die teilnehmenden Landwirte verpflichtet, beim Anbau auf Klärschlamm und den Einsatz von Gentechnik zu verzichten und außerdem ihre Felder mit entsprechenden Schildern zu kennzeichnen. Die drei noch verbliebenen Mühlenbetreiber im Kreisgebiet (Voßheide, Lothe, Kalldorf) wiederum zahlen dafür einen Regionalzuschlag von 25 Cent pro Dezitonne und sichern zu, ausschließlich Mehl aus lippischem Anbau an die Bäcker weiterzuleiten soweit dies aufgrund der Ernteergebnisse möglich ist.

 Denn eins ist fest ebenfalls fest vereinbart: weder die Qualität der Back- und Brotwaren noch die Wettbewerbsfähigkeit der Handwerksbetriebe soll unter diesem neuen System leiden ganz im Gegenteil. Deshalb, so betonte der Obermeister der Bäcker- und Konditoren-Innung Lippe, August Nagel, seien bei mindestens gleichbleibendem Geschmack auch keine höheren Preise zu erwarten.

 Quelle: Lippische Landeszeitung, 28.09.02

Vom Acker ohne Umwege zur Mühle

Verein "Lippe-Qualität" stellt Konzept zur Lebensmittelsicherheit von Getreide vor.

 Kreis Lippe (Sam). Der Skandal um Nitrofen verseuchtes Getreide hat es gezeigt: Es gibt keine 100-prozentige Lebensmittelsicherheit. Dass es aber möglich ist, ein Höchstmaß an Transparenz bei der Lebensmittelherstellung zu erreichen, zeigt das Beispiel des Vereins "Lippe-Qualität". Hier verbürgen sich Landwirte mit ihrem ganzen Vermögen dafür, Getreide ohne Einsatz von Klärschlamm und Gentechnik zu produzieren.

 Wie berichtet, hat es sich "Lippe-Qualität" zum Ziel gesetzt, zunächst Getreide, Mehl und Brot, später aber auch andere Lebensmittel aus der Region in der Region zu vermarkten. Zu dem Konzept gehört auch die völlige Offenheit bei der Herstellung von Getreide. Jederzeit soll der Kunde den Produktionsweg nachvollziehen können, was bei der industriellen Fertigung schwer möglich ist.

 "Lippe-Qualität"-Initiator Dr. Bernd Nagel-Held rechnet damit, dass sich bis zu 100 Landwirte beteiligen. "Mit ihrem ganzen Vermögen" verpflichteten sie sich zur einwandfreien Produktion. "Wer sich nicht daran hält, fliegt raus", so Nagel-Held. Dass sich die Erzeuger aus eigenem Interesse danach richten werden, erklärt "Lippe-Qualität"-Landwirt Friedrich Niedermeier (Brüntrup) so: "Ich verbaue mir doch keinen Vermarktungsweg. Außerdem habe ich einen Ruf zu verlieren."

 Neben der Transparenz in der Produktion will "Lippe-Qualität" Lebensmittel auch "ökologischer" machen. Nagel-Held, selbst Müller: "Die Mühlen in Lippe beziehen ihr Getreide auf kurzen Wegen direkt vom Landwirt und liefern ohne unnötigen Transportaufwand an die Handwerks-Bäckerei. Dieses Mehl hat nie einen Autobahntransport verursacht." Beim "Tag der Regionen" am morgigen Sonntag wird das Konzept von "Lippe-Qualität" von 11 bis 17 Uhr auf dem Gelände der Eickernmühle in Lemgo-Voßheide präsentiert.

 Quelle: Lippische Landes-Zeitung, 2002/10/05

Lippequalität bedeutet

Qualitätsstandards:
+ Fütterung ohne Gentechnik
+ klare Produktrichtlinien
+ transparente Produktlinien
+ kein Klärschlamm im Acker

Regionalität:
+ kurze Transportwege
+ Arbeitsplätze und Ausbildung
+ regionale Wertschöpfung

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Zur Geschichte von Lippequalität

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