01.09.2010

Imker gegen Agro-Gentechnik

Mit über 81.000 organisierten Imkerinnen und Imkern ist der Deutsche Imkerbund e.V. (D.I.B.) die größte eropäische Imkerorganisation. Der Kreisimkerverein Lippe ist mit seinen 300 Mitgliedern Teil von Lippequalität.

In einem Positionspapier vom 11.7.2010 lehnt der Deutsche Imkerbund die Agro-Gentechnik nach aktuellem Erkenntnisstand ab. Die Gründe für die Ablehnung liegen insbesondere in der nicht vorhandenen Rechtssicherheit für Imker und Bienenprodukte.

Die Imker stellen in dem Papier fest:

  • "Bienen und Bienenprodukte sind in besonerer Weise von gentchnisch veränderten Organismen (GVO) betroffen.
  • Eine übergroße Mehrheit der deutschen Verbraucher lehnt die Agro-Gentechnik in Lebensmitteln ab.
  • Die derzeit gültigen Abstandsregeliung lässt aufgrund des Flugradius dser Biene eine Koexistenz von konventionellem und GVO-Anbau nicht zu.
  • Hierdurch wird man der im Gentechnikgesetz festgeschriebenen Wahlfreiheit für den Verbraucher nicht gerecht.
  • Eine Abwanderung aus betroffenen Gebieten und die Untersuchungen der Bienenprodukte sind für die Imker unzumutbar.
  • Bezüglich der Unbedenklichkeit der Agro-Gentechnik für Mensch und Biene besteht noch Forschungsbedarf.

Wir fordern, dass Versuchsanbau der Agro-Gentechnik ausschließlich "unter Glas" erfolgt.
Die gute fachliche Praxis in der Landwirtschaft darf nicht dazu führen, dass in weiten Teilen Deutschlands die Bienenhaltung bzw. die Wanderimkerei nicht mehr möglich ist. Die Folge wäre eine unzureichende Bestäubung bei Kultur- und Wildpflanzen."

Anders ausgedrückt: Wer gentechnisch veränderte Pflanzen (oder Samen, auch in Futtermitteln) freisetzt (offener Versuchsanbau ist Freisetzung),...

  • ...kann sie nicht mehr beherrschen
  • ...kontaminiert alle umliegenden Bereiche Felder, Wälder und Gärten
  • ...schädigt die Bienen, den Honig und die Imker
  • ...weiß nicht, welche Folgen dies kurz- und langfristig für andere Pflanzen, Tiere und den Menschen hat.

Deshalb ist Lippequalität zusammen mit den deutschen Imkerinnen und Imkern gegen Gentechnik auf Feldern oder im Futter!

16.05.2010

Lippischer Honig und Bienenwachsprodukte

Ein kleiner Blick auf den Stand des Kreis-Imker-Vereins bei den Heimattagen 2010 am Hermann.

Lippequalität-Honig gibt es in verschiedenen Lebensmittelmärkten, auf Wochenmärkten, im Regionalwarenladen in Detmold und natürlich direkt bei den etwa 300 lippischen Imkern. Dass es neben mehreren Honigsorten auch verschiedene andere Honigprodukte und sogar Lippequalität-Kerzen aus Bienenwachs gibt, ist vielen Menschen gar nicht bekannt. Dies konnte man bei den Heimattagen/HermannTagen am vergangenen Wochenende in Detmold-Hiddesen an mehreren Lippequalität-Ständen sehen und natürlich auch kaufen.

Die Honigvermarktung wird in diesem Jahr bei einer stärkeren Nachfrage vermutlich sogar zu einem Engpass führen, denn das kalte Frühjahr habe beim Rapshonig schon jetzt zu einer deutlichen Einbuße geführt.

03.05.2010

Honig bei Lippequalität

Blühendes lippisches Rapsfeld

Etwa 300 Imker halten in Lippe ca. 2000 Bienenvölker und erzeugen damit ungefähr 50.000 kg Honig im Jahr.

Ohne ihre fleißigen Bienen könnten aus blühenden Feldern und Bäumen keine reichen Ernten entstehen, denn die Bienen sind das wichtigste vom Menschen einsetzbare Bestäubungsinsekt.

Die Bienen sichern die Artenvielfalt der Wildflora und steigern die Erträge von Obst und Gemüse. Ihr sprichwörtlicher Fleiß ist eine Grundlage unserer Kulturlandschaft. Lippequalität-Honig ist ein unverfälschtes Naturprodukt. Die schonende Gewinnung des Honigs garantiert uns einen unvergleichlich köstlichen und wertvollen Genuss, gesammelt in unserer schönen lippischen Natur. Mit jedem Glas Lippequalität-Honig tun wir etwas Gutes für uns und unsere lippische Heimat.

Wir hoffen, dass unsere Landschaft auch frei bleibt von gentechnisch veränderten Pflanzen. Denn Bienenhonig mit Gentechnikpollen darf in Deutschland nicht einmal verkauft werden: Er würde zum Sondermüll!

Kaufen können Sie den Honig direkt bei den Imkern, auf Wochenmarktständen in Oerlinghausen und Lage, an Verkaufsständen von Lippequalität. Der nächste ist am 15. udn 16. Mai bei den Heimattagen/HermannTage am Hermannsdenkmal auf der Grotenburg in Detmold-Hiddesen.

03.05.2010

Ein honigsüßes Jahr

„Ernte“ im Bienenstock. Imker Ivo Blumenbach entnimmt die Waben und produziert daraus in den nächsten Tagen feinen Honig in Lippequalität.

Lippequalität-Imker hoffen auf gute Ernte

Viele Lippische Imker sind Mitglied von Lippequalität. In dem Verein zur Vermarktung regionaler Produkte vertritt er rund 300 lippische Imker. Sie alle sind über den Kreisimkerverein Mitglied bei Lippequalität und dürfen deshalb das Vereinslogo auf ihren Honiggläsern verwenden. So können Kunden ganz bewusst nicht nach irgendeinem Honigglas greifen, sondern nach dem Honig mit dem Lippequalität-Logo.

Im Zehnjahres-Durchschnitt produziert ein Bienenvolk in Lippe etwa 25 Kilo Honig. Der Preis für Honig ist eigentlich sehr geringe, wenn man die gesamte volkswirtschaftliche Leistung der Imkerei betrachtet. Auf ihrem Flug bestäuben Bienen nämlich so viele Nutzpflanzen, dass Landwirte und Gärtner ohne die Immen kaum wirtschaftlich produzieren könnten. Eine Bestäubung ohne Bienen ist fast nicht denkbar. So schaffen die Bienen einen Nutzen für die Allgemeinheit, der den Honigertrag der Imker um ein Vielfaches übertrifft. Bienenschutz ist deshalb auch volkswirtschaftlich unbedingt notwendig.

Eine Biene fliegt auf der Futtersuche bis zu fünf Kilometer weit. Aus dem, was sie auf dieser Fläche findet, produzieren die Imker unseren Honig.

Deshalb freuen wir uns über jeden Landwirt, der Saatgut ohne Gentechnik verwendet. Schließlich haben sich die lippischen Imker als Mitglied von Lippequalität verpflichtet, ein Lebensmittel herzuzustellen, das entsprechend den gesetzlichen Vorgaben frei von gentechnisch veränderten Substanzen ist.

In Lippe und der Umgebung gibt es keinen gentecdhnischen Anbau von Blütenpfalnzen. So gelangt ein ebenso leckerer wie gesunder Brotaufstrich von lippischen Feldern auf lippische Frühstückstische. Lippequalität-Honig verfügt dank der schonenden Verarbeitung noch über wertvolle Enzyme – Eiweißstoffe, die Bakterien bekämpfen und entzündungshemmend wirken können.