08.04.2010
Helmut Altrogges Hof liegt hoch über Humfeld. Von dort oben hat der Landwirt nicht nur den Überblick über das Begatal, er hat auch den Überblick über den Fleischmarkt und die Wünsche der Verbraucher. Und die wollen mehrheitlich Lebensmittel ohne Gentechnik. Zusammen mit etlichen Kollegen aus dem Kalletal und anderen Regionen Lippes hat Landwirt Altrogge vor einiger Zeit die Ernährung für seine Ferkel auf gentechnikfreies Futter umgestellt - eine Voraussetzung, um bei Lippequalität mitzumachen.
Gentechnikfreie Schweinemast und Strohhaltung - das ist teurer. Aber lippische Kunden wollen nicht irgendein Fleisch. Sie wollen wissen, was in der Wurst ist. Das erfahren sie auch, denn die Produktlinie vom Ferkelerzeuger, über den Schweinemäster, den Schlachter und das Fleischerfachgeschäft ist direkt nachvollziehbar.
Voraussetzung war, dass die beteiligten Bauern nicht mehr - wie die überwiegende Zahl ihrer Kollegen – Sojaschrot, das ganz offen als gentechnisch verändert deklariert war, verfüttern.
Ohne dieses Futtermittel läuft jedoch nicht viel in der Schweinemast. Zwar verfüttert Altrogge Gerste und Weizen aus eigener Dörentruper Produktion – garantiert gentechnikfrei. Aber Sojaschrot war als Eiweißlieferant für die Schweine kaum zu ersetzen. Früher hat er seine Tiere über Händler an Westfleisch und andere Großschlachthöfe vermarktet.
Das ist inzwischen Vergangenheit, denn es gibt sie, sie lippischen Ferkel und Schweine, die nicht auf Spaltenböden gehalten werden und ohne Gentechnik gemästet werden. Auch gentechikfreies Sojaschrot gibt es!
Allerdings: Fleisch und Wurst in Lippequalität gibt es nicht in Supermärkten, sondern nur bei Lippequalität-Schlachtern. Deswegen achten Sie auf das Lippequalität-Logo in den Läden!
Gentechnikfreie Fleischerzeugnisse in Lippequalität haben auch etwas mit dem Tierschutz zu tun. Die früheren langen Transportwege und -zeiten gehören der Vergangenheit an. Sie haben sich erheblich verkürzt, die Tiere leiden erheblich weniger unter Stress. Das erhöht letztlich auch die Fleischqualität. Lippequalität-Ferkel stammen aus Lippe und Lippequalität-Schweine mussten keinen Autobahnkilometer fahren.
Außerdem: Tierhaltung auf Stroh statt auf Betonspalten, wie sonst üblich. Stroh ist für die Tiere natürlicher, sie fühlen sich wohler. So kann der Käufer an der Fleischtheke mit seiner Entscheidung für glücklichere Schweine sorgen – jedenfalls in Lippe.

Der Herr der glücklichen Ferkel. Helmut Altrogge hat das Futter für die kleinen Schweine jetzt auf gentechnikfreies Sojaschrot umgestellt und hält seine Tiere in natürlicher Weise auf Stroh. Damit ist er in Lippe keineswegs allein. Denn immer Landwirte wissen, dass die Lippequalität-Produktion das Interesse der Kunden in den Fleischereien wecken.