11.12.2008

Lippische Leckereien in Verona

Verona/Detmold. Wenn es etwas zu probieren gibt, greift jeder mal gerne zu! Auf dem alljährlichen Markt für Spezialitäten und Traditionen der Partnerstädte Veronas gehört das Probieren von internationalen Leckereien aller Art zum guten Brauch.

In diesem Jahr präsentiert sich die Stadt Detmold bereits zum zweiten Mal mit Nimes, Nürnberg, Salzburg und Detmolds belgischer Partnerstadt Hasselt vier Tage lang auf der Piazza Tribunale im Herzen Veronas. Gemeinsam mit dem Präsidenten des Veroneser Stadtparlamentes Pieralfonso Fratta Pasini, der Beigeordneten für Kultur Erminia Perbellini, dem Beigeordneten für Wirtschaft Enrico Corsa und der Beauftragten für Städtepartnerschaften aus Nimes Marie-France Juanico eröffnete Detmolds stellvertretender Bürgermeister Gerd Röttgen den traditionellen Markt.

Mit im Gepäck Weihnachtsgebäck der Detmolder Delegation jede Menge Stollen und Lippische Wurst. Hieß es im letzten Jahr noch nach den ersten zwei Tagen „pane finito“ sprich kein Brot mehr da, sorgen jetzt die mitgereisten Detmolder Bäcker August Nagel, Mickel Biere und Kurt Sander für ausreichend frisch gebackenes Detmolder Landbrot und den „hermanicus“. Neben der Präsentation der Lippischen Leckereien und Informationen rund um das Varusjahr 2009, wird natürlich die Anwesenheit des stellvertretenden Bürgermeister Gerd Röttgen der zuständigen Mitarbeiterin für Städtepartnerschaften Charlotte Thomale-Friesenhan genutzt, um vor Ort Gespräche über neue Kontakte und Aktivitäten der seit 2006 bestehenden Städtefreundschaft zu führen. Dieter Rügge von der Europa-Union, Andreas Mickel und das Ehepaar Ingrid und Karl-Heinz Schäfer von der Deutsch-Italienischen Gesellschaft tragen nicht nur dabei mit ihren italienischen Sprachkompetenzen zum Erfolg bei, sondern sorgen darüber hinaus auch für die Verkaufsförderung der lippischen Produkte.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Kulturen anderer Länder und Menschen kennen zu lernen und ins Gespräch zu kommen: Essen ist eine davon!

05.12.2008

Verona backt lippisch

Ein Wagen voller Leckereien für Verona. Die Lippequalität-Bäcker (von links) August Nagel, Kurt Sander und Mickel Biere wollen in der oberitalienischen Stadt für Detmold und lippische Produkte werben.

Detmold und Lippequalität pflegen Städtefreundschaft

Detmold. Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Freundschaft auch. Deshalb sind die drei Lippequalität-Bäcker Mickel Biere, August Nagel und Kurt Sander mit von der Partie, wenn die Stadt Detmold sich in den nächsten Tagen beim Weihnachtsmarkt im befreundeten Verona präsentiert. Die Drei backen dort „Detmolder Landbrot“, und italienische Auszubildende schauen ihnen dabei über die Schulter.

Detmold unterhält seit 2006 eine Städtefreundschaft mit Verona. Die oberitalienische Stadt wiederum veranstaltet alljährlich den Weihnachtsmarkt St. Lucia, bei dem sich auch ihre Partnerstädte präsentieren. Dabei sind klangvolle Namen wie Bethlehem, München, Salzburg – und seit 2007 auch Detmold. In diesem Jahr vertreten der stellvertretende Bürgermeister Gerd Röttgen, die Partnerschaftsbeauftragte Charlotte Thomale-Friesenhan und Pressesprecherin Petra Schröder-Heidrich die lippische Residenz. „Wir wollen für einen Jugendaustausch zwischen Verona, Hasselt und Detmold werben, vor allem aber für das Varusjahr 2009“, beschreibt Thomale-Friesenhan ihr wichtigstes Ziel in Verona.

Den Lippequalität-Bäckern geht es dagegen eher um einen kulinarischen Kultur-Export. Mickel Biere: „Wir waren ja schon im vergangenen Jahr mit dabei und haben dort „Detmolder Landbrot“, Stollen und andere lippische Backwaren vorgestellt.“ Und das kam offensichtlich gut an in der Stadt von Romeo und Julia. Das in Italien weitgehend unbekannte Roggenbrot war nach drei Tagen ausverkauft.

Das soll in diesem Jahr nicht wieder passieren. Dieses Mal nehmen die Detmolder Bäcker die Lippequalität-Zutaten – Roggenmehl, Gerstenschrot und Vollkornmehle aus heimischer Produktion – mit nach Verona und backen dort von Dienstag bis Freitag selbst. Antonio Salvagno, der Präsident der Veroneser Bäckerinnung, stellt seine Backstube dafür zur Verfügung. Und nicht nur das: Weil das „Detmolder Landbrot“ so regen Zuspruch fand, wollen sich die Italiener künftig selbst an Roggenbroten versuchen. Drei Auszubildende sollen den Lippern deshalb zur Hand gehen und Erfahrungen mit Sauerteig machen.

Sauerteig, unverzichtbar beim Backen von Roggenbroten, hat in Italien keinerlei Tradition. Dort verarbeitet man vorwiegend Weizenteige, die lediglich etwas Hefe benötigen, um aufzugehen. Bieres Sauerteigkulturen sollen deshalb in Verona weiter gezüchtet werden, um auch nach dem Weihnachtsmarkt „Detmolder Landbrot“ anbieten zu können.

Die Delegation aus der Residenz will allerdings nicht nur mit frischem, duftenden Roggenbroten auf sich aufmerksam machen. Stollen und Weihnachtsplätzchen haben die Bäcker ebenfalls an Bord. Und erstmals mit dabei: Kohlwurst und Leberwurst, die neuerdings auch in Lippequalität erzeugt werden. Lippische Wahrzeichen machen die Wurstdosen zu echten „Hinguckern“. Denn: Liebe geht zwar durch den Magen, aber das Auge isst bekanntlich mit.