Die Feldschilder von Lippequalität sind eine ihrer besten Ideen - sagt einer aus Düsseldorf. (Foto: Puzberg)

04.04.2011

Jahresbericht 2010

Gehalten auf der Mitgliederversammlung des Lippequalität e.V. am 4.4.2011 in Detmold (Haus der Immobilie)

1. Entwicklung des Vereins:
a) Es gab im vergangenen Jahr wie auch schon 2009 vier Austritte bzw. Geschäftsaufgaben: Nicole Meier (Regionalwarenladen Detmold) Hans-Martin Meyer (Landwirt, Dörentrup) Frank Plogster (Landwirt, Detmold) Andreas Uekermann (Landwirt, Bad Salzuflen). Drei weitere Austrittsmeldungen liegen gegenwärtig vor, die aber erst zum Ende dieses Jahres wirksam werden.
b) Aufnahmen seit der Mitgliederversammlung 2010 bis heute: Dirk Hannover (Fleischerei Extertal-Almena) Ralf Hohmeier (Schlachterei, Dörentrup) Kuhlmann (Lebensmittelverarbeitung, Dörentrup) Lebenshilfe Lemgo e.V. (Brennholz) Lebenshilfe Detmold e.V. (Blumen, Obst, Gemüse) Jörg Leßmann (Gärtnerei Detmold-Hiddesen, Tomaten) Markant-Markt Hiddesen und Markant-Markt Remmighausen (beide Ralf Skarupke, Detmold) Niedermeier Betriebsgemeinschaft (Blomberg-Brüntrup, Kompost) Armin Plaß (Gemüsebau, Bad Salzuflen) Roko Tobias Wierutsch (Feinkostspezialitäten Detmold, Rohkostsalate) Volksbank Detmold.
Kooperationsvereinbarung mit der HSG Blomberg Lippe Damen-Handball-Bundesliga

2. Vorstand und Mitglieder:
a) Der im Jahr 2009 gewählte Vorstand ist jetzt zwei Jahre im Amt. Zweidrittel seiner dreijährigen Amtszeit liegt hinter ihm. Etwa monatlich kommt er zu einer Sitzung zusammen, jede zweite findet mit den Produktgruppensprechern statt.
b) Die Mitglieder-Information kommt jetzt regelmäßiger, allerdings in guter Form nur per E-Mail.

3. Produkte und Produktgruppen:
a) Zur Zeit hat Lippequalität 20 Produktgruppen. In diesem Berichtsjahr neu hinzugekommen ist der Bereich Brennholz.
b) Die PGs treffen sich z.T. regelmäßig, z.T. nie. Lobend erwähnen muss ich die Produktgruppe Fleisch, die sich regelmäßig trifft und dabei recht konstruktiv arbeitet. Die Produktgruppen Obst und Bäcker haben sich nach längerer Zeit erst kürzlich getroffen und mein Empfinden war, die Treffen haben sich sehr gelohnt. Andere wie z.B. die Produktgruppe Blumen oder Gemüse haben sich noch gar nicht formiert. Auch sind noch nicht alle Produktrichtlinien ausgearbeitet. Hieran muss zügig gearbeitet werden.
c) Ich hoffe, dass in diesem Jahr die Produktbereiche Wild und Fisch hinzukommen werden.
d) Leider ist es bislang noch nicht gelungen, ein nachhaltiges und flächendeckendes System für die Bereitstellung von Präsentkörben aufzubauen. Hierzu brauchten wird möglichst in jeder Gemeinde Lippes eine Stelle, bei der man kurzfristig einen Geschenkkorb ordern kann.
e) Ich fahnde weiter nach besonderen Produkten, die für einzelne Betriebe ein Alleinstellungsmerkmal darstellen. Eigentlich müssten alle Lippequalität-Produzenten wenigstens ein Produkt haben, das in der Form sonst niemand anbietet.

4. Die Problemliste aus 2009 ist praktisch geblieben:
a) in einzelnen Bereichen gibt es Unmut, weil wirtschaftlich nicht alles gut läuft.
b) in einzelnen Bereichen gibt es oder gab es Qualitätsprobleme. Die bedeuten immer auch einen Rückschlag und sind uns eine Herausforderung für Verbesserungen.
c) Die Finanzen des Vereins sind dürftig.
d) Die Geschäftsstelle ist schwach und eigentlich zu teuer.
e) Die Öffentlichkeitsarbeit könnte weitaus besser sein, in diesem Zusammenhang auch unser Internetauftritt.
f) Die Kennzeichnung der Betriebe und Produkte lässt noch viel Spielraum.
g) Unser gemeinschaftliches Auftreten ist zu wenig sichtbar.
h) Die Mitgliedschaft ist schwach entwickelt und die lippische Landkarte weist einige Lücken auf.
i) Trittbrettfahrer von Lippequalität (mit nachgeahmtem Logo) verwirren Händler und Kunden.

5. Beschlüsse der Mitgliederversammlung 2010
1. Freundeskreis „Lippequalität“
2. Prüfauftrag Gemeinnützigkeit
3. Öffentlichkeitsarbeit
4. Sparauftrag (Geschäftsstelle)
5. Überprüfung der inneren Finanzierung
Hierzu gab es eine PowerPoint-Präsentation.

zu 1. und 2. Im Herbst 2010 wurde der "Lippefreunde e.V." als gemeinnütziger Verein gegründet. Er fasst die Regionalbewegung zusammen, ist auch Mitglied im Bundesverband der Regionalbewegung. Die Satzung von Lippequalität e.V. muss in diesem Zusammenhang nicht geändert werden.
zu 3. Es wird ein Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins in der Presse vorgestellt.
zu 4. Die Geschäftsstelle wurde umorganisiert. Sie liegt jetzt bei der LTM, die Finanzen werden von unserer Steuerberaterin Alexandra Steffen verwaltet. Durch diese Maßnahmen können die Ausgaben für die Geschäftsstelle ab 2011 reduziert werden.
zu 5. Der Vorstand hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die die Mitgliedsbeiträge und sonstigen Mittel des Vereins kritisch, insbesondere in Bezug auf die innere Gerechtigkeit zwischen den Produktgruppen prüft. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor.

6. Woran wir arbeiten
a) Identität und Wir-Gefühl: Wir können stolz sein, auf unsere Bewegung und das, was bislang erreicht wurde. Leute aus anderen Regionen sagen uns dies und beneiden uns darum. Umso unverständlicher, dass sich manche zu schämen scheinen, zu Lippequalität zu gehören: Lippequalität-Produkte, -Betriebe, -Firmen, -Felder, -Anzeigen, -Internetseiten von Mitgliedern sind häufig nicht als Lippequalität erkennbar.
b) Das hat auch eine wirtschaftliche Seite: Kunden können Lippequalität-Betriebe und –Produkte nicht erkennen. Der Wiedererkenneffekt, der zum Kaufanreiz wird, entfällt. Alle Informationen verpuffen. Tüten mit Logo reichen nicht. Das sieht nur der Käufer. Deswegen kommt aber keiner mehr in den Laden! Nur Mitglied sein reicht auch nicht. Das ist, als träte man in einen Turnverein ein und meint, durch das Zahlen des Mitgliedsbeitrags werde man sportlicher.
c) Konsolidierung: Produktrichtlinien, durchlaufende Produktlinien, breitere Mitgliedschaft, Kontrollmechanismen, Umgang mit Konfliktfällen.

7. Was wir erreicht haben:
a) Gemeinschaftsstände wurden beschafft.
b) Neues Informations- und Werbematerial (ein neuer Flyer und ein zusätzlicher Flyer der Fleischgruppe)
c) Vergrößerung des Vereins in Bezug auf Mitgliedern und auf Produkte
d) erkennbar gemeinsame Teilnahme etlicher Betriebe bei Großereignissen.
e) Umorganisation der Geschäftsstelle.

8. Was wir tun müssen (Baustellen):
a) Mehr und gezielte Öffentlichkeitsarbeit (Verbraucherinformationen): Logo, Flyer, Internet, Veranstaltungen, Anzeigen, Pressearbeit.
b) gemeinsame Teilnahme bei Großveranstaltungen („Lippequalität-Straße“).
c) Mitgliederwerbung: es gibt viele Betriebe, die von ihren Voraussetzungen bei Lippequalität sein könnten. Das würde uns gemeinsam stark machen.
d) Promotionaktionen in Gemeinschaft mit verschiedenen Mitgliedsfirmen.
e) Aufbau einer funktionierenden Logistik. f) Gute Lippequalität-Sortimente in den Läden, Geschenkkorbdienst.
g) Projekte in Bezug auf Kindergärten, Schulen, Öffentlichkeit.

Für den Vorstand: Günter Puzberg, Vorsitzender

08.04.2010

Jahresbericht 2009

Der Vorstand berichtet über das Geschäftsjahr 2009
gehalten auf der ordentlichen Mitgliederversammlung am 8. März 2010 in Detmold (Haus des Handwerks):

1. Vorstand und Mitglieder:
In der letzten Mitgliederversammlung wurde die Satzung geändert. Der Verein bekam einen neuen Vorstand. Jetzt sind wir seit 11 Monaten im Amt. Etwa monatlich fand eine Sitzung statt, jede zweite gemeinsam mit den Produktgruppensprechern.
Die innere Zusammenarbeit im Vorstand, vor allem die Vernetzung mit den Produktgruppen soll weiter entwickelt werden.
Die Mitglieder-Info als vereinsinterne Publikation soll regelmäßig erscheinen, wenigstens einmal im Monat. Daran arbeiten wir.

2. Aus- und Eintritte:
Es gab im vergangenen Jahr nur vier Austritte, auch weil wir die Mitgliedsgebühren erhöhen mussten.
Wir konnten einige wesentliche Eintritte von Firmen verzeichnen: Gärtnerei Diekmann, Gajus Caesar (Weihnachtsbäume), Nicole Meier (Regionalwarenladen), Bad Meinberger Mineralbrunnen. Der Beitritt der Volksbank steht unmittelbar bevor.

3. Produktgruppen:
Ausweitung der Produktgruppen (PG): Neu sind Weihnachtsbäume und Mineralwasser. Die PGs treffen sich leider nicht regelmäßig. So habe ich persönlich bislang manche PG noch nicht kennenlernen können. Dafür habe ich eine Reihe von Betrieben besucht und mir so einen Einblick verschaffen können.

4. Probleme:
a) in einzelnen Bereichen gibt es Unmut, weil wirtschaftlich nicht alles gut läuft. Wir nehmen auch teil an der allgemeinen Wirtschaftskrise. Die Lebensmittelbilligangebote der Discounter zerstören den regionalen Markt zusätzlich.
b) in einzelnen Bereichen gibt es oder gab es Qualitätsprobleme. Die bedeuten immer auch einen Rückschlag. Die sind aber definitiv behoben, wie z.B. bei der Lippequalität-Mlich.
c) Die Finanzen des Vereins sind dürftig. Wir können leider gegenwärtig nicht in dem Maß Öffentlichkeitsarbeit machen, wie es notwendig wäre.
d) Die Geschäftsstelle ist gänzlich ohne Eigeninitiative und eigentlich zu teuer.
e) Die Öffentlichkeitsarbeit könnte weitaus besser und aktueller sein, in diesem Zusammenhang auch unser Internetauftritt.
f) Die Kennzeichnung der Betriebe und Produkte lässt noch viel Spielraum nach oben.
g) Unser gemeinschaftliches Auftreten ist in der Öffentlichkeit noch zu wenig sichtbar. Hier hindern auch die teilweise eigentümlichen Vergabekriterien auf manchen Märkten und Großveranstaltungen.
h) Die Mitgliedschaft ist schwach entwickelt und die lippische Landkarte weist regional und branchenmäßig deutliche Lücken auf.
i) Trittbrettfahrer von Lippequalität (mit nachgeahmtem Logo) verwirren Händler und Kunden.

5. Was wir erreicht haben:
a) Wir haben einen großen Gemeinschaftsstand, der auch für Aktionen ausgelilehen werden kann. Weitere Investitionen sollen folgen.
b) Der Verein konnte vergrößert und bekannter gemacht werden.
c) Eine gemeinsame Teilnahme bei Großereignissen konnte mehrfach erreicht werden.
d) Ein dringend benötigter neuer Flyer ist in Arbeit.

6. Was wir tun müssen (Baustellen):
a) Mehr und gezieltere Öffentlichkeitsarbeit (Verbraucherinformationen): Flyer, Internet, Veranstaltungen, Anzeigen, Pressearbeit
b) gemeinsame Teilnahme bei Großveranstaltungen („Lippequalität-Straße“)
c) Mitgliederwerbung und Aufbau eines Freundeskreises
d) Promotionaktionen in Gemeinschaft mit verschiedenen Mitgliedsfirmen.

7. Was wir prüfen sollten:
Wir sind ein eingetragener Verein und verfolgen zu einem großen Teil gemeinnützige Ziele. Leider sind wir nicht spendenfähig, da wir als Verein auch wirtschaftliche Ziele haben. Ich wünschte mir aus der Mitgliederversammlung den Auftrag, der Vorstand möge prüfen, ob und wie eine Trennung der gemeinnützigen und der wirtschaftlichen Aufgaben des Vereins sinnvoll ist und das Ergebnis zur nächsten Mitgliederversammlung vorlegen.

8. Treue der Mitglieder:
Dem Verein die Treue halten, für ihn eintreten, sich intern vernetzen und natürlich, sich gegenseitig unterstützen.

Für den Vorstand: Günter Puzberg