29.08.2012
Unter diesem lyrischen Namen vermarktet der Schafhof Hüls aus Blomberg-Höntrup seinen schmackhaften Schafskäse. Es gibt ihn inzwischen in mehreren in zwei Stufen und drei Geschmacksrichtungen:
Weichkäse natur und mit italienischen Kräutern
Schnittkäse natur, mit Bärlauch oder mit italienischen Kräutern.
Dazu gibt es noch die einmalige Schafmilchjoghurt. Lesen Sie hier weiter.
25.01.2011
Lippequalität hat zur Zeit noch wenig Käse im Angebot.
Wollen Sie wissen, woran das liegt?
Es gibt in Lippe bislang keinen Milchbetrieb (außer in der Molkerei Eben-Ezer: Milch in Lippequalität!), der seine Kühe gentechnikfrei füttert. Daher gibt es auch keinen milchverarbeitenden Lippequalität-Betrieb, der Kuh-Käse herstellt. Also gibt es - nach den Kriterien von Lippequalität - auch sonst keine gentechnikfreie Kuhmilch, somit auch keinen Käse aus gentechnikfreier Produktion. Wir bedauern das sehr. Jedoch ist uns - und den allermeisten Kunden die Zusicherung der Gentechnikfreiheit so wichtig, dass wir von diesem Grundsatz in unseren Richtlinien nicht abweichen werden.
Lippequalität-Schafskäse gibt es aber längst: an den Lippequalität-Ständen auf den Wochenmärkten in Lage und Lemgo und in den Lippequalität-Lebensmitteleinzelhandelsgeschäften.
An Lippequalität-Ziegenkäse arbeiten wir.
08.04.2010
Von der Weide in die Käsetheke
Christian Hüls produziert Schafskäse in Lippequalität
Blomberg-Höntrup. Osterzeit – Osterlamm-Zeit? Nicht bei Christian Hüls. Seine Lämmer müssen das Fest der Auferstehung nicht fürchten. Die Tiere sollen zumindest noch den Sommer auf den Weiden am Ortsrand von Höntrup erleben, viele von ihnen auch noch einige Jahre mehr. Denn Christian Hüls schlachtet die Schafe nicht, er produziert Schafskäse in Lippequalität.
Schafskäse gehört zu den jüngsten und exklusivsten Produkten, die unter dem Logo des Vereins für Regionalvermarktung auf lippische Tische gebracht werden. Denn neben Hüls ist die Lemgoerin Karla Ebert die einzige, die das Lippequalität-Siegel für ihren Schafskäse nutzen darf.
Christian Hüls hat arbeitsreiche Wochen hinter sich. Rund 70 Lämmer erblickten in der Vorosterzeit das Licht der Welt. „Die Geburt selbst ist normalerweise unproblematisch. Aber darum herum ist viel zu tun“, berichtet der 35jährige. „Wir müssen uns davon überzeugen, dass alle Lämmer auch tatsächlich gesäugt werden, einige brauchen die Flasche, die Euter der Mutterschafe müssen kontrolliert werden und vieles mehr.“ Wenn dann andere Lämmer den Weg zur Schlachtbank antreten müssen, geht es für die Ostfriesischen Milchschafe endlich auf die Weide.
Sieben Hektar Grünland stehen den Tieren bis zum Jahresende zur Verfügung. Neben Grünfutter und Heu warten Ackerbohnen, Gerste, Hafer und später Rübenschnitzel auf die Schafe. Kräftiges Futter, das bei den 55 Muttertieren für eine ergiebige Milchproduktion sorgt.
Denn mit dem April beginnt für Christian Hüls und seine Frau Irmtraut die Käsereisaison. Und das bedeutet echte Handarbeit. Die maschinelle Unterstützung besteht nur aus einer Melkmaschine und einem Käsekessel. Darin wird die Milch auf 32 Grad temperiert, anschließend mit einer Käsekultur und Lab versetzt. Wenn Käsemasse und Molke getrennt sind, wird der Käse in Formen abgefüllt und gepresst. Von Hand mit Salz abgerieben und dann mit einem Überzug versehen, reift er mindestens sechs bis acht Wochen lang. Dabei muss Familie Hüls die Laibe täglich wenden und putzen.
Am Ende entstehen in Höntrup dann rund 200 Käse à zwei Kilo, die Hüls über diverse lippische Hofläden und Edeka-Märkte vertreibt. Zwei eher herzhafte Geschmacksrichtungen hält er vor: Natur und Brennnessel. Seine Produktion will er in den nächsten Jahren deutlich ausbauen, der Familienvater denkt sogar über die Produktion von Frischkäse und Joghurt nach.
Das wäre dann sicher noch eine weitere Bereicherung für die Produktpalette von Lippequalität. Dem Verein zur Vermarktung regionaler Produkte hat sich Hüls vor einem Jahr angeschlossen. „Wir stellen ein Regionalprodukt her, das wir in Lippe verkaufen wollen. Wir verfüttern die Produkte unserer Nachbarn. Ein Netz der kurzen Wege, ökonomisch und ökologisch sinnvoll. Außerdem stehe ich hinter dem Grundsatz von Lippequalität, auf den Einsatz von Gentechnik zu verzichten.“
Haupterwerbsquelle ist die Käserei für die vierköpfige Familie Hüls nicht. Christian Hüls arbeitet als Elektrotechniker bei Phoenix Testlab. Aber die vier Stunden, die er täglich für Schafzucht und Käserei aufwendet, sind doch mehr als ein Hobby. Aus den ersten paar Schafen, die noch als „Rasenmäher auf vier Beinen“ dienten, ist ein kleiner Wirtschaftsbetrieb geworden. Die erhoffte Milchleistung entscheidet darüber, ob die ausgewachsenen Tiere in Höntrup bleiben oder weiter verkauft werden. In diesen Tagen eine durchaus beruhigende Situation für die vielen kleinen (Oster)lämmer.


Wer stellt Kuhmilch in Lippequalität her, das heißt vor allem, ohne Zufütterung von gentechnisch verändertem Sojaschrot? Bitte melden!